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Das
Projekt
Brothers
Keepers
ist ein offener Zusammenschluss afrodeutscher Hiphop-/Soul- und Reggaekünstler,
die in der Debatte um rassistische Gewalt gemeinsam ein Statement
abgeben. Die Arbeit von Brothers
Keepers und des dazugehörigen Vereines in Gründung beschäftigt
sich ausschließlich mit dem Thema Gewalt gegen Ausländer, speziell people
of color und der staatlichen & öffentlichen Blindheit auf dem
rechten Auge. Ausgehend von dem Skinhead-Mord an Alberto Adriano
definieren afrodeutsche Rapper und Sänger ihren Standpunkt. ·
Die
Single Es
begann als kleine „Feature“-Idee im Herbst 2000: für ADÉ, den
Rapper von BANTU (und vielen als Duke T. und Frontmann der frühen
deutschen Rapcrew Weep Not Child
ein Begriff) war die Zeit lange überreif - afrodeutsche Musiker sollten
endlich in der breiten Öffentlichkeit eine deutliche Position beziehen
und Stellung nehmen zu der Situation, in der sie sich befinden:
Deutschsein mit dunkler Hautfarbe; ein deutscher Pass, aber kein
deutsches Aussehen. Sein
alter Freund und Mitstreiter TORCH, der schon 1992 „Fremd im eigenen
Land“ schrieb, war sofort dabei, D-FLAME ebenfalls. Erste Schritte zur
gemeinsamen Aufnahme wurden getan, gleichzeitig machte die Idee ihre
Runde und viele schlossen sich an. Schon am 3. Oktober (ungeplant am
„Tag der deutschen Einheit“...) fand die erste Session in Köln
statt. Im Dezember die vorerst letzte in Berlin beim aufgehendem Stern
der jungen deutschen Hiphop-Produzenten DJ DESUE. So
gedieh die kleine Idee zum grossem Projekt. 23 Musikerinnen haben bisher
ihre Teilnahme zugesagt. 14 davon haben bereits den nun fertiggestellten
Song „Adriano (Letzte
Warnung)“ aufgenommen. Wer das Lied hört, wird das ergreifende
Gefühl nachempfinden können, von dem berichtet wird. Textstrophen wie
die folgenden gingen ihnen unter die Haut: Im
Landtag diskutiert man über einen Antrag Und
währenddessen plant der nächste Nazi seinen Anschlag Die
Schandtat wird bedauert, doch was ich mich dann frag: „Warum
steht schon wieder ne schwarze Familie am Grab?“ Deine
Seele muß am Arsch sein, wenn Du Umstände beklagst und Kanaken dafür jagst. Hier
findet auch der Hiphop zu seiner Bestimmung zurück und bringt Inhalte
ins Radio: In
all den Jahren in denen wir Airplay verschwendet haben. Man könnte denken, wir Rapper hätten nichts zu sagen. „Dass
HipHop einmal Sprachrohr von Migrantenkindern und ethnischen
Minderheiten war, dass er einmal eine gesellschaftliche, eine politische
Dimension besaß, dass er einmal Themen hatte und nicht nur den Willen
zur Party...“ (*) das ist zwar in den Jahren seiner Entwicklung
irgendwo verloren gegangen, aber eine neue Tendenz zu Inhalten mit
gesellschaftlicher Sprengkraft, politischer Tiefe und intelligenter
Provokation zeichnet sich ab. „Adriano
(Letzte Warnung)“ wurde am 2. Juli 2001 veröffentlicht. Kurz nach
Pfingsten und ein Jahr nach dem Mord an Alberto Adriano. ·
Benefiz? In
den letzten 10 Jahren sind geschätzte (die genauen Zahlen werden von
der Bundesregierung verschleiert) 120 ausländische und andersdenkende
Menschen Todesopfer von rechter Gewalt in Deutschland geworden. Sie
hinterlassen neben ihren Lebenspartnern zum Teil mehrere Kinder. Viele
Hinterbliebene benötigen dringend finanzielle Unterstützung (u.a. für
Beerdigung, Rückführung des Leichnams, Umzug). Viele Opfer
rassistischer Gewalt haben ihr Leben lang an den Folgen der Mißhandlungen
zu leiden. Gerade sie benötigen dringend Hilfe für medizinische und
psychologische Unterstützung - aber die geht meist über den
Leistungswillen der Krankenkassen hinaus. An dieser Stelle wird Brothers
Keepers im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen und mit den Erlösen
aus Konzerten, Events, Plattenverkäufen etc. Opferhilfe leisten. ·
Videoclip
Regisseur
ist Dani
Levy.
Er beschäftigt sich in vielen seiner Filme mit Rassismus und
Antisemitismus. 1993 erhielt er für "OHNE MICH" - seinen
wilden halb-autobiographischen Film gegen Ausländerhass - den
Regiepreis am Münchner Filmfest. Sein Kinofilm "MESCHUGGE",
ein Liebesthriller im jüdischen Milieu, wurde 1999 mit grossem Erfolg
gestartet und weltweit verkauft. Dani Levy ist Gesellschafter der
Berliner Filmproduktionsfirma X-FILME und war Co-Produzent für Filme
wie "Absolute Giganten", "Das Leben ist eine
Baustelle" und "Lola rennt".
* aus dem Pressetext von v2 records zu Torchs LP „Blauer Samt“ Künstlerliste 2001: AfrobXavier Naidoo Torch Ebony Adé/Bantu Don Abi/Bantu Tyron Ricketts Denyo Sekou Chima Patrice G.E.R.M. Samy Deluxe DJ Desue Vanessa Mason Brooke Russell Joy Denalane Meli und andere... Offz.HP: www.brothers-keepers.de |
| 2 Mitglieder waren auf der IFA im August 2001 zu Gast. Fotos vom Auftritt und im Gespräch mit Marcus Staiger vom Royal Bunker.. |
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News November 2001 |
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Foto: Promo |
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Farbe
haben sie bereits bekannt. Statt uns ihre Hände zu reichen, streckten
sie uns ihre geballten Fäuste entgegen. Ihre Strategie ist aufgegangen,
denn alle haben hingehört: über 210.000 verkaufte Singles, Platz 4 der
Singlecharts, Website auf Platz 5 der Webcharts mit 170.000 Pageviews täglich.
Auf „Adriano (Letzte Warnung)“ riefen uns Brothers Keepers – der
Zusammenschluss afrodeutscher Sänger und Rapper – den Mord am
Mosambikaner Alberto Adriano ins Gedächtnis zurück und die Jugend
dankte es ihnen. Splash-Festival: Ein Meer von gereckten Fäusten mit
einem markerschütternden Chor aus 31.000 Kids rief ins Chemnitzer
Umland: „Nazis raus!“ Erst jetzt begriffen die Protagonisten, was
sie ausgelöst hatten. Und
nun holen die Brothers Keepers zum zweiten Rundumschlag aus – diesmal
in Albumlänge. Das Werk trägt den entlarvenden wie ironisierten Titel Lightkultur.
Über 40 Künstler (!) schrieben 17 exklusive Songs und arbeiten hier
ihre ganz persönliche Meinung zum Thema „Grüner Pass/Schwarze
Haut“ individuell aus. Um ihrer Wut und Enttäuschung ein angemessenes Ventil zu öffnen, dominierte auf der Maxi „Adriano (Letzte Warnung)“ Hip Hop. Auf Lightkultur stoßen Brothers Keepers jetzt auch andere musikalische Türen auf: R&B und Soul, Rap und Reggae, Afrobeat und Dancehall, kurz: urban music. Brothers Keepers wollen jegliche begrenzte Rahmen sprengen, in dem sie an die universelle Kraft von Musik appellieren. Um sich erst einmal Gehör zu verschaffen und um die Republik wachzurütteln, eignet sich das Reime schütteln zu forcierenden Beats.
Und die Liste der Akteure wird länger; die Anliegen sind wichtig genug, um
nicht vor Staatsgrenzen halt zu machen. Verbindungen wurden geknüpft,
Netzwerke gespannt. London/Leipzig, Kingston/Cologne, Wien/Wuppertal.
Institutionalisierter Rassismus ist keine Frage des Breitengrades. Ob Afrob
(S), Roots Manuva (UK), Bantu
(K), Brooke Russell (HH), Aphrodelics
(AU), Xavier Naidoo (MH) oder Jah Meek (JAM), die Probleme ähneln sich bis zur Deckungsgleichheit. Am
besten schütteln wir den Planeten einmal kräftig durch, Rollentausch
wird vorgeschlagen (Samy Deluxe & Brooke Russell).
Hier
geht es zu SISTERS
KEEPERS
Brothers Keepers waren April 2002 auf Schultour
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Brothers Keepers e.V. Werden Sie Fördermitglied
beim Brothers Keepers e.V. |
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Album
" AM I MY BROTHER´S KEEPER? "
VÖ: 25.04.05 Columbia / Sony Bmg
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BROTHERS KEEPERS 2005Auf ihrer aktuellen Single BEREIT melden sich Brothers Keepers mit geballter Kraft zurück! Es ist die erste Single ihres neuen Albums „Am I My Brother´s Keeper?“ |
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BROTHERS KEEPERS auf Tour... |
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Die Tour von BROTHER KEEPERS begann in Berlin am 24.05.05. Der Columbia Club war fast gefüllt und das Konzert begann mit etwas Verspätung. Aber dann eröffneten sie dieses gleich mit ihrem erfolgreichen Track "Bereit" wo alle auf der Bühne waren. Dadurch war sofort die Stimmung recht gut. Anschließend waren die Künstler einzeln, zu weit oder zu dritt auf der Bühne und präsentierten ihre Songs. Bantu, Toni L und Torch, Nosliw und die anderen. Bei dem Auftritt von Nosliw gab es auch noch eine Premiere, er spielte Gitarre! Xaviar Naidoo kam ab und zu mit auf die Bühne, bei Bothers Keepers ist er ja nur Mitglied und steht nicht im Vordergrund. Der Kampfaufruf gegen Nazi-Terror und rechte Alltagskultur lockte zwar nicht die Massen in den Columbia Club sondern man hatte eher das Gefühl das die Musik im Vordergrund für die Fans stand aber wer dazu nicht steht ist wahrscheinlich sowieso eher zu Hause geblieben. p.p. |
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© 2000-2005 by P.Preuss / Backstage7
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