VENICE
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Photos by Sony Music / Dirk W. De Jong |
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Was
haben David Crosby, Jackson Browne und Bruce Springsteen – außer ihren
rockhistorischen Meriten – gemeinsam? Sie alle lieben eine Band: Venice.
Der Geburtsort dieses Quartetts: Los Angeles / Venice Beach. Der Stil:
kalifornischer Spirit und bestechende musikalische Brillanz.
Kristallklare Vocals, extrem griffige Songs und überschäumende Live-
Faszination, wie sie seit den Eagles und den Doobie Brothers für eine
erfolgreiche West-Coast-Band zum selbstverständlichen Bestandteil des künstlerischen
Portfolios gehört. Eine Kraft, die elegant, unwiderstehlich und
geschmeidig überrollt wie eine Pazifikwelle und dabei trägt –
Soundsurfing. Und man darf sich durchaus an große Vorbilder von der
Westküste erinnert fühlen, denn das passiert ohnehin viel zu selten... Die
Produktion des neuen/vierten Venice-Albums „Welcome To The Rest Of Your
Life“ sollte das einfangen, was den Erfolg und den Ruf der Band begründete:
die intime, fast Haut-Nähe der Konzerte und pulsierende Energie des
filigranen Songwritings. Eine
Menge bestes Handwerk und charmante Technik können die Venice-Musiker in
die Waagschale werfen, kein Wunder, denn ihr Album-Debüt legten sie
bereits 1990 vor. Sie spielen permanent live, und wenn diese schwerelose,
lässige Kondition wie in dem vorliegenden Fall auf einen Rock-Producer
vom Kaliber Terry Mannings (Lenny Kravitz, ZZ Top, Shakira, Led
Zeppelin...) trifft, stimmt nicht nur die Würze und die Konsistenz, es
gelingt ein Gourmetstreich der 3-Sterne-Klasse. Bon appétit! Venice kochen mit Gas: Die Hitze ist sofort da und ständig unter Kontrolle. Sorgfältiges Songwriting, immer eine Wendung mehr als man erwartet, immer etwas anders als man denkt. Kipp, Pat, Mark und Michael Lennon (zwei Brüder, zwei Cousins, keine Verwandtschaft in England) haben dies gemeinsam mit Terry Manning in Chris Blackwells Compass Point Studios auf den Bahamas eingefangen: ein Ort für Glücksfälle, wie auch schon dort entstandene Alben von Eric Clapton, den Talking Heads, den Rolling Stones oder Roxy Music bestätigen.
„Es
klickte zwischen uns von Beginn an“, beschreibt Kipp Lennon die Arbeit
mit Terry Manning, „er hat einerseits einen exzellenten Sinn für Humor
und ging gleichzeitig sehr ernsthaft auf uns ein.“ Manning erkannte
sehr klar, dass Venice keinen Retro-Sound à la Eagles oder gar wie Creed
klingen wollten, ganz einfach, weil Venice eine sehr wandlungsfähige
Band sind. „Wir wollen jemand, der wie Terry unseren Sound einfängt,
und uns gleichzeitig in Beziehung zur aktuellen Rockszene setzt. Und der
dabei auch die Kraft, Sensibilität und Zeitlosigkeit der Einflüsse
darstellt, aus denen wir unsere Inspiration beziehen.“ 1977
bereits gründeten Kipp und Michael Lennon ihre Band Venice. Michaels jüngerer
Bruder Mark kam bald darauf hinzu, doch erst 1980 war die Band eigentlich
komplett, als sie durch Kipps älteren Bruder Pat zum Quartett wurde.
Kipp und Mark übernahmen die Vocals und prägten die äußerst melodiösen
und raffiniert eingängigen Eigenkompositionen, mit denen die junge Band
bald fleißig Fans in Kalifornien sammelte. 1990
fühlten sich Venice reif für ihr Debüt-Album, doch in Zeiten von härterem
Rock-Stoff und der Morgendämmerung der Seattle-Szene schien auf der
US-Szene kein rechter Platz für melodiösen Songrock Marke Venice zu
sein. Dennoch erschien vielen frühen Bands dieses Album als genau die
richtige „Alternative“ zum Alternative – ein Grundstein war gelegt,
immerhin. Doch es dauerte weitere sieben Jahre, bis Venice endlich da ankamen, wo sie musikalisch/stilistisch heute sind. 1997 erschien das zweite Album „Born And Raised“, dem drei Jahre später „Spin Art“ folgte. Vom folkig-filigranen Sound hatten sich Venice stärker rockig geprägten Songs zugewendet, nicht zuletzt auch, um ihrem Live-Sound mehr zupackenden Schliff zu geben. Zu dieser Zeit hatten sich die besonderen Talente der vier Venice-Musiker unter berühmten Kollegen schon längst herumgesprochen. Sowohl einzeln wie als Gruppe hatten sie unter anderen mit Bruce Springsteen, Jackson Browne, Steve Nicks, Dolly Parton, Brian Wilson, David Crosby, Don Henley, Jeff Healey und vielen anderen gearbeitet.
Angesichts
dieser Entwicklung präsentiert sich das aktuelle Album „Welcome To The
Rest Of Your Life“ wie die logische Fortsetzung, wie ein intensives
Konzentrat aus den Erfahrungen und Visionen der Band. Nur sechs Wochen
dauerte der Prozess, aus den Song-Ideen das komplette Album aufzunehmen.
Ein Pensum, das nur Musiker realisieren können, die sehr genau wissen,
was sie wollen und was sie tun. Die enorm viel Konzerte absolvieren, eine
im besten Sinne „working
band“, deren Songmaterial aus Live-Erfahrungen gewachsen ist. Diese
Energie „lebt“ auf dem Album, mehr als bei allen Veröffentlichungen
zuvor, und macht es zum definitiven künstlerischen Statement der Band.
Als Sideman wählten Venice folgerichtig Musiker aus, bei denen sie auf
die gleiche Wellenlänge bauen konnten, mit denen sie bereits erfolgreich
Ideen entwickelt hatten. Drummer
Matt Laug (Christina Aguilera, Alanis Morissette, The Corrs), die
Bassisten Mark Harris und Alexis Sklarevski (Jackson Browne, CSN, Carole
King) sowie Chris Horvath (key). Bei
unseren niederländischen Nachbarn – seit jeher ein gutes Pflaster für
klassische Rockbands – fand „Welcome To The Rest Of Your Life“
bereits ein hervorragendes Echo, das sich in der Top-10-Platzierung des
Albums in den Charts sowie im schnell erreichten Goldstatus
dokumentierte. Eine Begeisterung, die nicht zuletzt auch mit bestechenden
TV-Live-Auftritten in der Show „2 Meter Sessions“ beflügelt wurde,
vergleichbar mit MTVs „Unplugged“-Shows.
Offz. Homepage: www.venicevibes.com |
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VÖ: 26.05.03 105music / Sony Music
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