ROSENSTOLZ
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Foto: © P. Preuß |
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1991 Dezember: AnNa trifft Peter in seiner ersten Berliner Wohnung - 2. Hinterhof, Klo halbe Treppe tiefer. Es funkt sofort und sie nehmen gleich einen ersten Titel in Peter’s Küche auf. 1992 Sie schreiben Songs wie die Wilden und nehmen sie auf Kassetten auf. Und schließlich wagen sie sich das erste Mal auf die Live-Bühne. Ein Fiasko ohne Ende. Weitere Live-Auftritte. Und es wird immer besser. Bei einem treffen sie auf Tom Müller (Produzent von Nina Hagen), der sofort mit ihnen arbeiten will. Erste Studio-Produktionen folgen bald. Im Dezember ist das Debut-Album SOUBRETTE WERD’ ICH NIE draussen. AnNa und Peter ganz stolz. Das Album damals ein Mega-Flop. Heute absoluter Kult. Auch wegen „Ich geh auf Glas“, „Königin“ oder „Schlampenfieber“. 1993 Es geht weiter. Mit neuen Songs, mit weiteren Live-Auftritten (die immer besser werden) und mit einer langsam wachsenden Fangemeinde. Im Sommer und Herbst gehen AnNa und Peter wieder in’s Studio, um an einem neuen Album zu arbeiten. Zwischendurch spielen sie da, wo man sie haben will. Von ihrem Produzenten gibt es jeden Monat Taschengeld - damit halten sie sich knapp über Wasser. Und das hält ihnen Rücken und Kopf frei, um sich ausschliesslich um ihre Musik kümmern zu können. 1994 NUR EINMAL NOCH heißt das zweite Album, kommt im Frühjahr - und klingt schon viel besser. Der Geheim-Tip Rosenstolz hat sich rumgesprochen und vor allem live rumgespielt, so daß schon ein paar CDs mehr über die Ladentische wandern. Zur Single " Nur einmal noch " drehen sie ein Low-Budget-Video, das ab und zu auf einem Berliner Regional-TV-Sender läuft. Aha! Phänomenaler Erfolg in Berlin: der Konzertclub „Die Wabe“ ist mit 300 Leuten fast ausverkauft, die Stimmung euphorisch, das Konzert ein rauschendes Fest. Und das Album bringt Alltime-Rosenstolz-Klassiker wie „Die Zigarette danach“ und eben jenes „Nur einmal noch“ hervor. 1995 Mittlerweile arbeiten AnNa und Peter an ihrem dritten Album. Es wird MITTWOCH IS’ ER FÄLLIG heißen - und soll den Durchbruch bringen. Sie investieren ihr halbes Leben und ihr ganzes Geld in eine teure Videoproduktion, um einen Clip zu produzieren - der dann doch von keinem TV-Sender gezeigt wird… Aber: ihre Konzert-Touren werden länger, die Band besser, die Clubs größer. In Berlin wagen sie den ganz großen Schritt und buchen für ihre aktuelle Tour das „Metropol“. Die 1000 Tickets waren zeitig ausverkauft, so daß ein Zusatzkonzert angesetzt werden musste. Ein erstes Gefühl von Wahnsinn! Das Album hingegen quält sich über die Ladentische, aber die Fans lieben es. Der Song „Lachen“ wird zur Hymne. Und ohne den gibt’s auch heute kein Rosenstolz-Konzert. Ganz mutig drehen sie auch dazu einen Videoclip. Der findet in der Öffentlichkeit allerdings nicht statt und kommt nicht zum Einsatz. Einzige Ausnahme auch hier: das Berliner Regionalfernsehen, das die Fahne für ihre Lokal-Matadoren lustvoll hoch hält. 1996 Ein entscheidender Schritt: Mittlerweile sind auch größere Plattenfirmen auf Rosenstolz aufmerksam geworden. So wechseln AnNa und Peter vom kleinen Label Traumton zu Polydor. Die Zukunft sieht prächtig aus. Jetzt könnte endlich der ersehnte Sprung in die Charts klappen. Sie produzieren entspannt und voller Enthusiasmus ihr neues Album OBJEKT DER BEGIERDE. Das ist es auch! Denn mittlerweile hat sich die Fangemeinde hochgradig verdoppelt und verdreifacht... Begierde liegt in der Luft! Mit Sex im Hotel gibt es eine gewagte Single-Auskopplung. Dafür aber kein Video von der Plattenfirma. Und auch kein VIVA oder MTV. Das Album läuft gut, verpasst aber knapp die Charts. Live wird’s langsam groß und in den kleinen Hallen zu eng. Propaganda von Mund zu Mund funktioniert hervorragend und so kommen die Leute in die Konzerte, um die Objekte ihrer Begierde ganz nah und live erleben zu können. 1997 Mühsam geht es die Leiter hoch. DIE SCHLAMPEN SIND MÜDE heißt das Album im Herbst. Und die Beharrlichkeit zahlt sich langsam aus. Es springt auf 33 in die Charts und hält sich sogar ein paar Wochen. Ohne Radioeinsätze, ohne Musik-TV. Aber mit grenzenloser Fan-Liebe. Die Winter-Tour hinterläßt überall entflammte Herzen und wilde Seelen. AnNa und Peter schreiben ihr erstes kleines Büchlein, weil sie von einem Verlag gefragt wurden, und nennen es knapp „Lieb mich wenn du kannst, nimm mich, nimm mich ganz“. Darin erzählen sie alles, was es bis hierhin zu erzählen gab. Jetzt haben sie das Gefühl, auf einem richtig guten Weg zu sein. 1998 Da wird’s problematisch. Sie werden gefragt, ob sie nicht Lust hätten, am deutschen Vorentscheid zum Grand Prix mitzumachen. Nee, das ist eigentlich nicht ihr Ding, überhaupt nicht. Aber: die Show sollte revolutioniert werden, entstaubt, jung. Ja, dann doch! Sie starten mit Herzensschöner, werden Zweite hinter Guildo Horn, sind aber die heimlichen Sieger. Wunderbar! Um den echten Grad Prix rumgekommen, aber Sympathiebekundungen von allen Seiten. Die Single schafft es auch in die Charts und geht auf Platz 32. Man kommt fast in Feierlaune! Jetzt, nach fünf Alben, ist es auch Zeit, mal das Beste auf eine CD zu packen. Die heißt schlicht ALLES GUTE - und ist auch gut. Vor allem macht sie Unglaubliches: Plaziert sich von Null auf 10 in den Charts. Und nun? 1999 Sie geben ZUCKER. Das Album geht sofort auf die 2 und bleibt wochenlang in den Charts. Die Zucker-Tour wird grandios. So toll, daß sie auf CD gebracht wird. ZUCKERSCHLAMPEN:LIVE geht direkt auf Platz 5. Zwischendurch vereinen sich Rosenstolz mit Hella von Sinnen zum Traum-Trio und geben mit Ja, ich will ein ganz persönliches und kräftiges Statement zur Homo-Ehe ab. Mit ›Star-Regisseur‹ Marcus Sternberg drehen sie einen bunten Clip. Der kommt allerdings kaum zum TV-Einsatz. Keiner weiß so recht, warum das so ist. Na und! 2000 Rosenstolz verwirren und überraschen! Mit Amo vitam bringen sie einen Song auf lateinisch raus. Marcus Sternberg dreht einen einfachen, aber ästhetisch anspruchsvollen Clip. Und die Musik-Sender schlagen zu! Das aktuelle Album heißt KASSENGIFT - und das sind Rosenstolz jetzt aber gar nicht mehr. Es schießt direkt auf Platz 1 der Charts, wird vergoldet - und bleibt für weitere 11 Wochen in den Chartlisten. Auf Tour wird’s knackig voll und eng, obwohl man schon in größere Hallen umgezogen ist. AnNa und Peter genießen und haben Spaß. 2001 Im Frühjahr gibt es was Besonderes: die Doppel-CD-Edition Total Eclipse / Die schwarze Witwe - Rosenstolz im Duett mit Nina Hagen und Marc Almond. Schön verrückt. Rosenstolz eben! Ein neues Album soll es in diesem Jahr nicht geben. Dafür aber nach der erfolgreichen „Sanfte Verführer Tour“ eine Single. Mit ES KÖNNT’ EIN ANFANG SEIN gehen Rosenstolz musikalisch neue Wege. Geradliniger Pop mit guten Hooks. Die Single geht von Null auf 8 in die Charts und hält sich insgesamt 12 Wochen. Ein gutes Jahr! 2002 Im Sommer gibt es die brandneue Single STERNRAKETEN. Sieht so aus, als hätten viele auf einen fröhlichen Pop-Song gewartet. AnNa und Peter schlüpfen in kreischend orangene Adidas-Anzüge und jagen im Video imaginäre Ufos. Das kommende Album heißt eindringlich MACHT LIEBE, geht auf 3 in die Charts und wird von den Charts 22 Wochen geliebt. Die anschließende Tour ist ausverkauft, hat 100.000 Zuschauer und ist irgendwie der blanke Wahnsinn. Allein in Berlin müssen Rosenstolz sieben Konzerte in der ausverkauften Columbiahalle geben. Im Herbst gibt es eine zweite Single aus dem Album. ES TUT IMMER NOCH WEH erscheint als prall gefüllte Maxi mit vier weiteren, brandneuen Songs. Unter ihnen „Laut“ - eine Ballade, die auf den Konzerten für Furore sorgte. Zu ES TUT IMMER NOCH WEH dreht Jörn Heitmann ein geniales Video, das später von VIVA mit einem Cometen bedacht wird. Großes Kino! Zischendurch feierten AnNa und Peter das 20-Jährige-Jubiläum mit Nena und sangen mit ihr „Du kennst die Liebe nicht“. Noch was: im Sommer heiratet Peter seinen Freund Ulf - unter Getöse und mit viel Medienrummel. Einen Tag vor Weihnachten zieht AnNa nach und feiert ebenfalls Hochzeit, das aber fast ganz heimlich und sehr still. 2003 Eigentlich ist Pause angesagt. Aber Studiosessions im Januar brachten WAS KANN ICH FÜR EURE WELT hervor - und das musste einfach raus! Also: eine Extra-Single im Mai, die es ordentlich krachen ließ. Von 0 auf 12 in die Charts und für 9 Wochen drin. Vorher gab es aber im Februar schon mal eine ECHO-Trophäe. Die macht sich gut in der Schrankwand! Live ist live! Das wissen die Fans (und lieben es), das wissen auch Rosenstolz - und lassen eines ihrer Konzerte mitschneiden. Im Juni gibt es LIVE AUS BERLIN, die „Macht Liebe Tour“ auf CD und DVD. Ein emotionaler Leckerbissen für die Fans, eine wunderbare Möglichkeit für alle anderen, Rosenstolz für sich zu entdecken. Im Sommer gab es die erste „Rosenstolz Open Air Tour“. Zwischen Himmel und Erde. Live und draussen. Tourabschluß in Berlin mit 17.000 Fans. Traumhaft! Nach Urlaub und Relaxen ging es wieder in’s Studio. Ein neues Album sollte es geben! 2004 Die neue Single Liebe ist alles erscheint im März. Für den Videodreh konnten sie den renomierten Regiseur Philipp Stölzl (Evanescence, Madonna) gewinnen. Das neue Studioalbum ist da. Nach einem ganzen Jahr voller Arbeit gibt es HERZ. Das Persönlichste, Näheste und Wahrste was sie geben können...
Rosenstolz
Fakten
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VÖ: 19.08.02 Polydor |
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Autogrammstunde am 24.08.02 Berlin/Saturn |
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Wenn man es mir richtig sagte kamen ca. 900 !!! Leute zur Autogrammstunde. Eine riesige lange Schlange hatten die Fans gebildet, jedoch warteten alle geduldig bis sie dran waren. Die Beiden von Rosenstolz schien es Spaß zu machen, unterschrieben fleißig, auch ein Foto durften die Fans schon einmal machen. Na wenn das nicht wieder einmal ein Beweis ist, Rosenstolz haben viele treue Fans und es werden immer mehr... |
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VÖ: 9.09.02 Polydor
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| KONZERTBERICHT:
Eine Woche oder besser 7 Konzerte gaben ROSENSTOLZ im Dezember in der Berliner Columbiahalle. Was wohl niemand sonst schafft, alle Konzerte waren ausverkauft! Ich besuchte am 29.11.02 das Konzert und leider konnte ich an diesem Tag keine Fotos machen da für die DVD aufgezeichnet wurde. Auf VIVA wurde schon davon ein Overdrive gesendet und wer es gesehen haben sollte weiß auf was er sich bei der DVD freuen kann. Als es 20.00 Uhr war forderten die Fans lautstark den Beginn des Konzertes was auch pünktlich begann und vom ersten Song an eine Stimmung, die Fans sangen oder grölten mit. Jeder wie er konnte aber es sah aus als Gelte das Motto: "Wer still steht oder nicht mit singt fällt auf". ROSENSTOLZ können auf eine sehr treue Fangemeinde setzen und warum zeigten sie, sie legten nicht nur eine perfekte Show hin sondern sie ziehen einen regelrecht in "ihren Bann". Man vergisst die Zeit, ist nur beeindruckt. Mein absoluter Favorit kam ziemlich am Anfang "Laß sie reden..." oder heißt der Song "Laß sie reden" ? Da ich nicht alle CD´s besitze bin ich mir da jetzt nicht sicher. Sehr gut kam auch an wenn (sorry, Namen vergessen) das Bandmitglied anfing Saxofon zu spielen. Dann jubelten sofort die Fans. Aber insgesamt jagte ein Höhepunkt den anderen. Mal sang Anna, dann gab wieder Peter einen Song zum besten. Sternenraketen mußte noch einmal aufgezeichnet werden. Anna war schon von der Bühne um sich um zu ziehen und auf einmal fing eine Gruppe an den Song weiter zu singen, Peter meinte das Anna nicht da sei aber das machte nicht´s, als immer mehr weiter sangen stieg die Band wieder mit ein. SUPER... Ein Konzert was unvergessen bleibt zumindest bei mir und bestimmt auch bei vielen Fans. Da kann man nur gespannt sein auf die DVD. Was ich bei Overdrive gesehen habe kommt die Stimmung sehr gut rüber und alle die Rosenstolz bis jetzt unterschätz haben, schaut sie euch an, es lohnt sich. Rosenstolz begeistern, egal welches Alter und was man sonst hört. Sie haben ihr "Handwerk" gelernt. Ich jedenfall´s bin immer noch begeistert vom Konzert und hoffe das man noch viel von ihnen hört und sieht. p.p. |
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VÖ: 22.09.03
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NEWS Dezember 2003 |
| Anna unterstützt den f6
Music Award.
Außerdem heiratete sie am 23.12.03... |
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Mit ihrer neuen Single "Liebe Ist Alles" schicken Rosenstolz den Vorboten ihres neuen Albums direkt in die Herzen der Menschen. Rosenstolz haben ihren Kosmos durchdrungen, schauen klar durch seine Strukturen und dürfen diese deshalb souverän nutzen. Sparsam, kein Klang zu viel und keine Textzeile zu lang - denn in der Beschränkung liegt die Tiefe und die wahre Schönheit. Die minimalistische Ballade könnte eindringlicher nicht sein - und der hypnotische Refrain "Liebe ist alles" lässt nicht mehr los. Rosenstolz haben begriffen, dass ein Popkünstler nur sein eines Thema braucht, um darüber alles auszudrücken, was er will. Sie haben die Liebe - das reicht ihnen. Denn Liebe ist ALLES. |
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VÖ: 1.03.04 VIDEO:
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Ohne
das Wissen ihrer Plattenfirma, schickten AnNa R und Peter Plate eine mp3
ihrer Phillip Stölzl, der bekannteste deutsche Videoregisseur, seit Jahren in Amerika ansässig, drehte unter anderem mit Superstar Madonna den Videoclip zu „American Pie“, Evanescence „Bring Me To Life“ und den Bond-Titel-Song „The World Is Not Enough“ von Garbage. In Kombination mit Phillip Stölzl ergibt das mutigste und intimste Video, das Rosenstolz jemals gedreht haben.VIDEO: MAKING
OF - 11:08
STATEMENTS
- 7:19 FOOTAGE
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8:28 |
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VÖ: 22.03.04
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„Ich wurde gefesselt, verschnürt, eingesperrt und zur Wahrheit gezwungen. 12 Lieder und vor allem 12 Texte lang. Da war diese Aufgabe, die wir uns stellten: was haben wir zu sagen, was haben wir mitzuteilen nach so langer Zeit und so vielen CDs? Was ist wichtig - nein: was ist uns wichtig? Unzählige Anläufe und Versuche, Gedankenwelten taten sich auf und verschwanden wieder. Was am Ende blieb, war die Erkenntnis, dass wir nur bei uns anfangen können. Wir müssen über uns schreiben. Ohne Hintergedanken, ohne Freundeskreis und ohne Plattenfirma im Nacken. Nur versuche das mal jemandem zu vermitteln. Aber wir fingen an.“ Rosenstolz haben es geschafft. Sie sehen die Matrix. Sie beherrschen das ganze Spektrum der Popmusik - von der perfekten Ballade samt Symphonieorchester bis zum krachenden Rocksong. Von der Hymne „Liebe ist alles“ bis zum Club-Hit „Eine Frage des Lichts“. Das neue, das neunte Album ist von einer geradezu erschreckenden Reife; zum Glück ist es kein bisschen satt. Alle Formen und Farben, Stile und Genres des Pop stehen ihnen zur Verfügung und sie nehmen sich, was sie brauchen: sogar eine fiese Schweinerock-Gitarre dürfen sie spielen. Das ist mehr als ein Zitat, mehr als Camp, mehr als eine postmoderne Geste. Rosenstolz haben ihren Kosmos durchdrungen. Sie haben 13 Jahre gebraucht. Jetzt schauen sie durch seine Strukturen und dürfen sie deshalb souverän nutzen. Sparsam, kein Wort, kein Klang zu viel, schaffen sie mit „HERZ“ eine grosse Schönheit. „Das erste Lied, das entstand war ‘Die Liebe ist tot’ - von da an waren alle Türen offen, wir haben uns getraut, unser Leben auf Papier zu bringen, es zu Musik zu machen. Plötzlich gab es keine Angst mehr vor dem Wort Liebe in unseren Texten. Und die Melodien schrieben sich von alleine, da sie dem Wort folgten. Alle Texte erzählen aus AnNas, meinem und dem Leben von unserem Co-Texter und Freund Ulf Sommer. Es entstanden merkwürdige Situationen, stundenlange Diskussionen über das Leben, über das, was wirklich wichtig ist - der grösste Teil der Texte wurde in der Nacht geschrieben und ich glaube, so hört es sich auch an. Irgendwie ist dieses Album auf der Suche nach Liebe: Liebe, die wir bekommen haben, Liebe, die wir gegeben haben, Liebe, nach der wir uns sehnen, und es ist auch voll von Liebe, die sich wohl nie erfüllen kann.“ 13 Jahre sind eine lange, sehr lange Zeit. Jedes neue Album ist wie ein weiteres Eheversprechen. Was für eine Beziehung zwischen zwei Menschen gilt, trifft auch auf Bands zu: die Belastung ist hoch, ständig müssen sich Künstler neu definieren, müssen Ideen haben - und dann auch noch der Ruhm, das Geld. Die Aufgabe des Künstlers ist es, ins Auge des Sturms vorzudringen. Die Ruhe, die Stille zu finden, um aus sich selbst zu schöpfen. Nicht die Reflexe, den schnellen Zynismus, die kurzen Affekte um einen herum zu spiegeln, sondern zur Substanz vorzudringen. Und das auch noch zu dritt… Rosenstolz haben begriffen, dass ein Popkünstler nur sein eines Thema braucht, um darüber alles auszudrücken, was er will. Sie haben die Liebe. Das reicht ihnen. In der Beschränkung entsteht die Tiefe, die Schönheit. Denn wer alles zu wissen glaubt, weiss gar nichts. Wer aber ein Thema wirklich durchdringt, schafft den Zugang zu allen Themen. „Wir waren euphorisch, melancholisch und traurig - aber niemals pessimistisch. Wir waren besessen von dem Gedanken, diesen Texten dann auch die für uns richtige Umsetzung der Musik folgen zu lassen. Also verliessen wir unser gewohntes und geliebtes Umfeld Berlin und gingen nach Hamburg. Wir wollten weg von allem Vertrauten und endeten im Hotelzimmer und natürlich im Studio. Auch hier brauchten wir einige Anläufe, um uns richtig auszudrücken. Hier war der Moment, in dem wir unsere Ideen zum ersten Mal vor anderen Musikern mitteilen mussten. Schlicht gesagt: eine gefährliche Situation. Wie erklären wir, dass die Musik zwar der Körper, das Herz aber der Text ist? Es funktionierte fantastisch, auch wenn diese Produktionsweise völlig unüblich war: wir haben nicht darüber geredet, ob ein bestimmter Sound nun zur Musik passt, sondern ob er den Text wiedergibt. Wir haben versucht, uns nur und ausschliesslich auf das Gefühl zu konzentrieren. Diese Platte ist sicherlich nicht unsere letzte. Aber sie ist ein Zustand und ein Zwischenbericht unserer Seele. Es ist zum ersten Mal in all den Jahren ein merkwürdiges Gefühl, sie anderen Menschen vorzuspielen.“ Text: Polydor |
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Pünktlich zur Veröffentlichung des neuen Albums "HERZ" gaben ROSENSTOLZ in verschiedenen Städten Autogrammstunden. Der erste Termin war in Berlin. Schon als man auf dem Alex ankam konnte man sehen das sehr viele Fans gekommen waren, eine riesige Schlange in Richtung Kaufhof. Wo 2002 zur Autogrammstunde noch ca. 900 gekommen waren, diesmal waren es doppelt so viel! p.p. |
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VÖ: 19.04.04 POLYDOR-ISLAND GROUP
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Rosenstolz bei STARS FOR FREE... |
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Es war ein großes Jahr für Rosenstolz. Das größte ihrer Karriere. Ein schönes Gefühl nach so langer Zeit auf der Bühne. Seit 1991 spielen, spielen, spielen und ganz nebenbei einen kontinuierlichen Aufstieg zu spüren. Weiterentwicklung in jeder Hinsicht. Ideen und Erfahrungen von neun Studio-Alben aufeinander zu türmen. Und dabei eine künstlerische Linie durch eine stürmische Dekade zu ziehen von „Wenn du aufwachst“ bis „Die Liebe ist tot“ und wieder zurück. Kein Stillstand. Immer weiter machen und eine kreative Familie aufzubauen, die weit über das hinausgeht, was man normalerweise „Band“ nennt. Es muss sehr beruhigend sein, in jeder Faser mitzubekommen, dass die Nähe zum Publikum auf diesem Weg niemals verloren gegangen ist. Im Gegenteil. Kaum ein Tag, an dem nicht dutzende Erlebnisse, Verabredungen, Grüße in den Internet-Gästebüchern der offiziellen Website oder einer der diversen Fan-Pages verhandelt werden. Eine tiefe Wertschätzung, die sich da niederschlägt. In messbaren Größen, in Zahlen und Trophäen. „Liebe ist alles“ hält sich 18 Wochen in den Charts und wird im 13ten Jahr der erfolgreichste Rosenstolz-Song. Das Album „Herz“ steigt von Null auf Eins in die Charts, erreicht nach nur einer Woche Gold, nach acht Wochen Platin, und ist mittlerweile seit über 30 Wochen in den Top 20 der Charts. Alle drei aktuellen Single-Auskopplungen von „Herz“ steigen nacheinander von Null in die Top Ten. Und plötzlich ist eine Einladung zu „Wetten dass...?“ kein Problem mehr, wo man dort sonst Hollywood-Größen und Supermodels bevorzugt. Eine Art medialer Ritterschlag für die Top-Star-Liga. AnNa und Peter nehmen es mit einem wissenden Lächeln. Sie sind lange genug dabei, um die Maschinerie des Ruhms einschätzen zu können. Genau wie die Awards und Nominierungen, die nun folgen. So erhalten Rosenstolz den VIVA Comet 2004 als „Bester Act National“. Genau das sind die Momentaufnahmen, die auch gut tun. Nicht mehr. Was wichtiger erscheint: Über 150.000 Fans kommen in diesem Jahr zu ihren Shows. Beeindruckende Dimensionen, die sich da abzeichnen. Rosenstolz haben ein Plateau erreicht, auf das es nicht viele schaffen. Sie sind die erfolgreichste deutschsprachige Band 2004. Wer dieses Phänomen verstehen will, muss einfach nur zuhören können. Oder vielleicht in eines der 17.000 Gesichter vor der Berliner Open-Air-Bühne schauen. Wenn Peter am Flügel sitzt und AnNa „Die Schlampen sind müde“ singt. Einfach so. Ohne Bandbegleitung. Eine ruhige, fast schon intime Momentaufnahme. Wäre da nicht diese aufgeladene Spannung ringsumher. Das Publikum singt mit. Jedes einzelne Wort. Dann wird deutlich, dass Rosenstolz sich auch im großen Format treu geblieben sind. In einer klaren Bildsprache hat das innovative Berliner Videoteam Hans & Grete diese Direktheit umgesetzt. Technische Effekthascherei ist unnötig bei dieser Reise durch 23 Songs, die mit den letzten Sonnenstrahlen eines Sommertages beginnt und in einem Lichtermeer aus Feuerzeugen und Wunderkerzen endet. Beim kurzen Schwenk in die Vogelperspektive zischt eine einsame Feuerwerksrakete über die funkelnden Massen. Hier wird keine unnahbare Legende aufgebaut, sondern mit Ecken und Kanten gearbeitet. Keine klinische Inszenierung. Schnoddrige Bühnensätze von AnNa wie „je mehr Leute mitklatschen, desto besser sieht es auf der DVD aus“ bleiben einfach drin. Schließlich müssen Rosenstolz niemandem etwas vormachen. Zwei Stunden im Juni 2004, die eindrucksvoll die gesamte musikalische Bandbreite von Rosenstolz festhalten. Ihr Programm ist ein pointiert gesetztes Wechselspiel zwischen rockigen Uptempo-Passagen, Pop und einer überaus modernen Auffassung von Chanson. Direkt zu Beginn wird schnörkellos Druck gemacht mit einer herben Gitarren-Version des Electro-Pop-Tracks „Sternraketen“, der nahtlos in „Alles wird besser“ und „Eine Frage des Lichts“ übergeht. Ein ganz anderer großer Moment stellt sich ein, wenn „Amo Vitam“ und „Liebe ist alles“ nahtlos aufeinanderfolgen: Eine warme, fast schon weihevolle Stimmung, die fest im Leben verankert ist. Mit feiner Ironie verstehen es Rosenstolz, die eigenen Langzeit-Klassiker wie „Schlampenfieber“ im Auf und Ab der Trends frisch zu halten: Statt eine „Neandertaler-Version“ zu erschaffen - wie vom Gitarristen vorgeschlagen - greift man in der Wuhlheide auf die „Hochschul“-Variante zurück. Green Day lassen schön grüßen - Punkrock mit Augenzwinkern. Im ergänzenden „Making Of “ werden die Gedanken hinter dieser so spielerisch erscheinenden Leichtigkeit deutlich. Wenn etwa Trucks beladen, am Equipment geschraubt, die Show entwickelt oder bei der Generalprobe vor 150 Fans am letzten Timing gefeilt wird. Mit großer Sympathie und Kennerschaft kommentieren die Fans, wie Rosenstolz die eigene Historie interpretieren. Kompositionen mit Langzeitwirkung wie „Königin“ oder „Der Moment“. Die alten Sachen halt, die plötzlich im neuen Licht erscheinen. In der ungeschönten Hintergrund-Montage wird nur zu deutlich, welch´ harte Arbeit, aber auch wie viel Liebe und Leidenschaft hinter all dem steckt. Rosenstolz sind weit gekommen auf ihrem Weg. Doch sie wissen auch, wie schnell man dabei ausbrennen kann. Künstlerisch und menschlich. Darum setzen sie 2005 eine Pause. Keine Konzerte. Kein Rampenlicht. Nur Auftanken. Inspirationen sammeln. So gesehen bedeutet „Willkommen in unserer Welt“ auch eine Zäsur. Eine Bilanz ihres Schaffens bis hierhin! Text: Universal Music Domestic |
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VÖ: 8.11.04 POLYDOR-ISLAND GROUP / UNIVERSAL
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VÖ: 22.11.04 POLYDOR-ISLAND GROUP / UNIVERSAL
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Tourauftakt in der Berliner Columbiahalle am 12.04.06 |
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Manche
nennen es Sabbatical, andere Auszeit oder einfach nur Pause – für
Rosenstolz war das vergangene Jahr lebensnotwendig. Text: Universal |
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VÖ: 8.09.06 POLYDOR-ISLAND GROUP / UNIVERSAL
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© 2000-2006 by P.Preuß / Backstage7
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