Lexy & K-Paul
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Berlin tobt. Die Karawane an Medienfirmen, die sich dort ansiedeln, ist schier endlos. Die Clubs der Stadt pulsieren und warten mit immer neuen Party-Konzepten auf. Und die Musikszene setzt nach einer kleinen Verschnaufpause nun an zu neuen Höhenflügen. Der ‚German Electroclash’, dieses derzeit vor allem in England heiß diskutierte Tanzding, fand hier seinen Ursprung, um sich nun global breit zu machen. Tok Tok vs. Soffy O verhelfen dem Plastik-Electro der Achtziger zu neuem Glanz, Schneider TM vollführt einzigartige Electronikpop-Pirouetten. Und Lexy & K-Paul begeistern mit ihrem zweiten Longplayer „East End Boys“, dem schönsten und spannendsten Großstadt-Album seit langer Zeit. „Wir wollten einfach mal ausschließlich den Scheiß machen, den wir selber so richtig gut finden. Ohne darüber nachzudenken, wer das kauft, mit wem es verglichen werden kann und in welche Ecke man das einsortieren sollte“, sagt Kai Paul, der Soundschnitzer und Producer-Kopf des Duos. „Es ging uns um den Spaß, an jedem einzelnen Tag. Und den, das glaub mal, den hatten wir.“ „East End Boys“ erzählt die Geschichte ihres ganz persönlichen Spaßes - auf eine sehr beeindruckende, abwechslungsreiche Weise. Siebzehn so bezaubernde wie begeisternde Tracks, teils humorvoll, teils ernsthaft und hier und da auch einfach voll niveauvoller Idiotie. Siebzehn Mal Musik gewordene Ideen von zwei cleveren Tüftlern, die zwischen Clubfloor, Car-HiFi, Popradio und Wohnzimmer-Couch keine Grenze ziehen und in jedem Moment höchst überzeugend, dicht und pushend arrangiert daher kommen. „Musik machen ist wie einen Weg zu gehen“, glaubt Kai. „Du gehst einfach immer weiter, und wenn du ein Stück weit gegangen bist, hast du auf einmal ein Album. Und das Besondere daran ist: Der Weg wird immer schöner und facettenreicher.“ Stimmt: Wo „Loud“, das Debüt-Album der beiden, nach eigenen Aussagen „in erster Linie eine Standortbestimmung und mithin eine Sammlung unserer aktuellen Tracks“ war, definiert sich „East End Boys“ als ein wahrhaftiges, rundum homogenes Album, auf dem alles zusammen passt, in sich stimmig ist und den Hörer auf eine gut einstündige Reise mit nimmt. Ihre - nicht nur in Deutschland - einzigartige Verbindung von trockenen Elektronik- und Techno-Beats, rauen und doch fein ausgeklügelten Arrangements und den kühl-distanzierten, zwischen Erotik und Spackentum changierenden Vocals definieren eine absolut eigene Nische in der geradezu inflationär dicht besetzten Dance-Szene. Ein großes Kunststück: Jeder Track ist anders und auf seine Weise besonders, und doch trägt die Platte zu jeder Sekunde die typische Lexy & K-Paul-Handschrift zwischen Techno, Electro und Pop. Pop? Ja, POP. Und zwar mit drei großen Buchstaben. „Wir mögen süße Melodien. Und überhaupt: Pop ist nichts Schlimmes. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn auch Mädchen deine Musik mögen, und für die Jungs gleichzeitig genug Druck und Härte drin ist“, glaubt Kai Paul. Was das angeht, setzt „East End Boys“ Maßstäbe. Kennen gelernt haben sich der gebürtige Marzahner Studionerd Kai Paul und der ursprünglich aus Dresden stammende DJ und Vokalist Lexy, bürgerlich Alexander Gerlach, Ende der Neunziger über das gemeinsame Interesse an einer bestimmten Frau. Sie hassten sich, buhlten beide um die Gute und trafen sich Monate später zufällig im Headquarter von ‚Low Spirit’ wieder. Dort entdeckten sie ihre gemeinsamen Leidenschaften und ihr Faible für Lässigkeit, Eleganz und Tanzbodenmusik abseits der Straßenmitte. Bereits die erste Single, „The Greatest DJ“, schlug auf den nationalen Dancefloors ein wie eine Bombe; nur zehn Monate später waren sie mit dem Release ihrer dritten Maxi „Freak“ und dank einer über dreimonatigen Chartsnotierung derselben endgültig in der Szene etabliert. Von da ab folgte ihre Karriere dem Zeitraffer-Modus: Der Debüt-Longplayer „Loud“ erschien im Oktober 2000. Es folgten weltweite Booking-Anfragen, DJ-Sets auf der Abschlusskundgebung der Love Parade, der Mayday, in England, Asien und USA, eine Einladung des Goethe Instituts nach Hong Kong sowie der Gewinn des Echos 2001 in der Kategorie „Nachwuchspreis nationale Popmusik“. Danach brauchten sie Ruhe. Sie gingen in Klausur und ließen ganz sachte und ohne große Hektik „East End Boys“ entstehen, das uns nun beweist: Bei Lexy & K-Paul steht trotz ihres immensen Erfolges vieles erst am Anfang. There’s a lot more to come. Zum Beispiel in Sachen Vokal-Arbeit. Neben den ausgesucht coolen, manchmal Ernst zu nehmenden, gelegentlich aber auch einfach nur herrlich beknackten Songlyric-Ideen Lexys sieht man das vor allem in ihren Kollaborationen mit anderen Musikern. Da gibt es zum Beispiel die bislang weitgehend unbekannte Nachwuchs-Künstlerin Pujeh, die den Titeltrack „East End Boys“ mit ihrer kühl-erotischen Stimme verzaubert. Da gibt es Colee, einen MC aus Chicago, der auf „We Like That“ seine Rhymes droppt. Da gibt es Blake Baxter, den großen alten Meister des Detroit-Techno, den sie für den Album-Opener „Come Together“ gewinnen konnten. Und da gibt es - für viele wohl die größte Überraschung - Sven Regener, den Kopf von Element Of Crime und Autor des Erfolgs-Romans „Herr Lehmann“. „Wir waren alle drei vorher schrecklich nervös, weil es für alle Beteiligten ein Projekt war, das wir noch nie zuvor gemacht hatten“, erzählt Kai, der in dem EOC-Bassisten Krischan Hartje schon vor Jahren einen guten Freund und so etwas wie seinen musikalischen Mäzen gefunden hatte. „Sven kam ins Studio, wir spielten ihm die Basics vor, und er begann, einfach ein paar Worte aneinander zu reihen. Dann plötzlich sang er: ‘Morgen sind wir schön oder tot oder beides’, und er fragte: ‚Wie findet ihr das?’. In dem Moment wussten wir, dass da etwas ganz Besonderes entstanden ist. Als er dann noch sagte: ‚Ich habe auch meine Trompete dabei, soll ich ein bisschen spielen?’, dachten wir erst: ‚Trompete? In unserer Musik?’. Aber ich denke, das Ergebnis gibt ihm und uns Recht. Es ist ein sehr besonderer Song geworden.“ Kurzum: Lexy & K-Paul haben sich eine ganze Menge vorgenommen. Sie wollen beweisen, dass man auch mit ehrlicher, authentischer und durchaus eigenwilliger Musik sehr erfolgreich sein kann (siehe auch „Girls Get It First“, die aktuelle Single des Albums, die es bis auf Platz 18 der DDC brachte). Sie wollen zeigen, dass ein eigener Kopf, viel Witz und massig Spaß an der Sache in keinem Widerspruch zu einer Hitsingle stehen müssen. Und sie würden sich freuen, „wenn es uns gelingt, Menschen von der Qualität unserer Musik zu überzeugen, die sonst überhaupt nichts mit Dance, Techno, Pop oder Elektronik am Hut haben“, wie Kai abschließend befindet. Das sollte wohl zu machen sein. Die „East End Boys“ werden die Welt rocken.
Offz. Homepage: Lexy & K-Paul
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ALBUM:
EAST END BOYS VÖ: 5.05.03 LOW SPIRIT / BMG
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Es wurde ja auch mal Zeit. Seit 1999 bauen LEXY & K-PAUL ihre infektiösen Techno-Electro-Beats zu granatengleichen Dance-Sounds der Extraklasse zusammen und sind damit längst zu Superstars der Dance-Szene aufgestiegen. Wie keine zweiten repräsentieren die Berliner Lexy (Alexander Gerlach) und K-Paul (Kai Paul) einerseits mit ungeheurer Lässigkeit, andererseits mit auf den Dancefloor zielgerichteter Präzision die Technoszene des Nachwende-Deutschlands und gaben dem oft gesichtslosen Genre ein Profil. Wo LEXY & K-PAUL sind, ist vorn. Das war in den vergangenen sechs Jahren so, und das wird auch in Zukunft so bleiben. Zeit also, die nächste Stufe einzuläuten. Mit ihrer ersten DVD blicken LEXY & K-PAUL nicht nur auf die letzten sechs erfolgreichen Jahre zurück, sondern wagen bereits den ersten Schritt weiter nach vorn. Denn immerhin ist mit dem Video zur neuen Single "Happy Zombies" auch ein Vorbote auf der Ende August 2005 erscheinenden LEXY & K-PAUL – DVD zu sehen. Insgesamt sind elf Videos aller großen Hits wie "Freak", "Electric Kingdom" oder "Der Fernsehturm" darauf enthalten, die seit jeher bekanntermaßen durch ihre eigene stylische Optik und Coolness bestechen und Maßstäbe setzen. "Wir lieben es, Videos zu machen", sagt K-Paul. "Den Stress bewältigen wir gern, da es jedes mal ein großer Spaß und ein tolles Abenteuer ist, das man erlebt." Durch Audiokommentare zu den Clips von LEXY & K-PAUL sowie von den Regisseuren, erhält man zusätzliche spannende Informationen. Das ist bei weitem nicht alles. Eine Sequenz mit sehenswerten Auftritten beschert dem User einen Überblick über die Live-Highlights von LEXY & K-PAUL. In Ausschnitten lassen sich noch einmal die Sets des Duos auf u.a. dem Berlinova 2004, der Mayday 2004, einem Gig in Prag und der Loveweek 2004 verfolgen. 43 Minuten bringen ein explosives Live-Set nach dem anderen auf den heimischen Fernsehschirm. |
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DVD:
THE DVD VÖ: 29.08.05 Sony Bmg
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© 2000-2005 by P.Preuss / Backstage7
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